| Shocking Asia [1976] |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Sonntag, den 24. Januar 2010 um 15:40 Uhr |
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Review (Von Admin) Schwerpunkt Asien - Für den Westen ein exotisches, reizvolles Paradies, das die abenteuerliche Neugier in unzähligen Menschen erwachen lässt. Der Zuschauer wird - geleitet durch unterschiedliche Erzähler - in die exotische Welt Asiens eingeführt. Aber Asien hat auch Schattenseiten, die abseits von den Trampelpfaden für Touristen im weitesten Sinne noch unbekannt und unerforscht sind. Ziel dieses dokumentarischen Mondo-Filmes namens „Shocking Asia“ (Von dem sogar noch Fortsetzungsteile erschienen sind) ist die Offenlegung dieser dunklen, schockierenden Seite Asiens. Der Erzähler führt den Zuschauer, wie an der Hand geführt, durch verschiedene asiatische Kulturen. Die erste Expedition führt zum Taipusam-Fest, das von Hindus ausgeübt wird. Durch Trommelrhythmen werden die Ritualteilnehmer in Trance versetzt um danach (scheinbar schmerzfrei) unfassbare Torturen über sich ergehen zu lassen: Metallspiesse und ganze Speere werden durch Körperteile gebohrt, an der Haut werden Haken mit daran festgemachten Gewichten angebracht, brennende Holzstücke werden auf die Zunge gelegt. Die Wunden werden mit Totenasche „desinfiziert“, im Glauben, dass die Seelen der Toten die Ritualteilnehmer beschützen. Nach diesem als „makaberer Bussgang“ bezeichneten Ritual geht es weiter mit der asiatischen Esskultur. Die Zubereitung von Stierhoden, gerösteten Bullengliedern und süss-saurer Prostata von Babystieren zum Zwecke des kulinarischen Hochfluges wird präsentiert. Dann geht es auch schon weiter mit der Zubereitung von Schlangen: Mit einer normalen Schere wird die Schlange (während sie lebendig ist) längst aufgeschnitten, gehäutet und dann gebraten. Im Zusammenhang dieser Szene lässt der Erzähler dann den ersten ethnozentrischen Kommentar fallen: „Beispiele wie diese täuschen allerding nicht darüber hinweg, dass rücksichtslose Brutalität gegenüber den Geschöpfen der Natur charakteristisch für die meisten Asiaten ist und ihrem irrationalen Verhältnis zu Schmerz, Tod und Jenseits entspringt.“ Eine ziemlich gewagte Einschätzung des Erzählers, welche die asiatische Kultur anhand des eigenen kulturellen Masstabes des Erzählers bewertet und abwertet. Die brutale Massenschlachtung von Tieren in der westlichen Gesellschaft wird zur gleichen Zeit völlig ausgeblendet, was dem Film einen heuchlerischen Charakter verschafft. Danach geht es weiter mit der Darstellung von Bettlern am Ganges in Indien: Die Leichen armer Leute werden verbrannt oder in den heiligen Fluss Ganges geworfen, während die Geier die verbliebenen Leichenteile ganz verschwinden lassen. Gleichzeitig hat der Fluss Ganges für die Inder eine enge Beziehung zur Reinheit. Tausende Inder waschen sich regelmässig im bakterienverseuchten Wasser des Ganges, während die Leichenteile der armen Leute an ihnen vorbei flussabwärts strömen. Eine ganze Reihe weitere (mehr oder weniger) schockierende Szenen aus Asien werden dargestellt: Die Probleme von Transvestiten und Geschlechtsumwandlungen in Singapur werden thematisiert und die chirurgische Geschlechtsumwandlung eines Transvestiten zur Frau wird detailliert gezeigt. Dies ist wohl die krasseste Szene des Filmes und ein starker Magen ist notwendige Voraussetzung. |



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